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Du hast die Wahl. Du kannst dir Sorgen machen, bis du davon tot umfällst. Oder du kannst es vorziehen, das bisschen Ungewissheit zu genießen. Dieses Zitat von Norman Mailer ist ein wenig überspitzt formuliert. Denn man kann sich sehr wohl zu Lebzeiten „Sorgen“ um seine Art der Bestattung nach seinem Ableben machen. Eine Sterbegeldversicherung kann die Trauervorsorge erleichtern. Wir erklären, wie die besondere Art der Versicherung funktioniert und was es bei dieser Art von Vor“sorge“ zu beachten gilt.

Was ist eine Sterbegeldversicherung?

Kurzum: Es ist eine kleine Lebensversicherung: Der Versicherungsnehmer spart einen von ihm festgelegten monatlichen Betrag für seine Bestattung. Entschläft jemand, dann zahlt die Sterbegeldversicherung die vertraglich festgelegte Summe an die Angehörigen aus.

Können die Beiträge zur Sterbegeldversicherung in den Sparanteil fließen?

Bei vielen Produkten nicht: Ein Teil des Geldes fließt in den Sparanteil und wird von den Versicherungsunternehmen leicht verzinst. Der andere Teil wird für den Risikoschutz aufgewendet, denn die  vereinbarte Summe wird von der Sterbegeldversicherung garantiert ausbezahlt, auch wenn der Versicherte vor Vertragsende stirbt.

Kann der Versicherungsschutz enden, bevor man stirbt?

Ja! Das ist aber lediglich möglich, wenn man die Sterbegeldversicherung vor Vertragsende kündigt oder vor Laufzeit-Ende keine Beiträge mehr einbezahlt und der der Schutz der Sterbegeldversicherung besteht bis ans Lebensende fort.

Wie viel kostet eine Sterbegeldversicherung?

Die monatlichen Beiträge einer Sterbegeldversicherung hängen vom Gesundheitszustand und Alter des Versicherten ab. Wer früh damit beginnt, Geld in die Versicherung einzuzahlen und eine lange Laufzeit der Sterbegeldversicherung in Kauf nimmt, ist mit ca. 10 Euro monatlich dabei.

Wie hoch ist die Versicherungssumme normalerweise?

Die Krankenkassen bezahlen seit 2004 kein Sterbegeld mehr. Da aber Bestattungen in der Regel mit hohem finanziellem Aufwand verbunden sind, sollte man ca. 5000 Euro dafür sparen. Hier ist ein Zeitraum von 20 bis 25 Jahren zu empfehlen, da man monatlich kleine Beträge ab 10 Euro überweisen kann. Vorsicht bei Last-Minute-Policen! Sie kosten natürlich wesentlich mehr Beitrag und lohnen sich nicht immer.

Gilt der Schutz einer Sterbegeldversicherung sofort?

Nicht immer: Bei diversen Versicherungen müssen Interessenten, die älter als 55 Jahre sind, mit einer „Karenzzeit“ von rund drei Jahren rechnen. Verstirbt man jedoch während dieser Zeit, bekommen die Angehörigen nur einen Teil der Summe ausbezahlt.

Bei anderen Policen gibt es möglicherweise solch eine Wartezeit nicht. Dafür werden aber die potentiellen Kunden ausführlich über ihre Gesundheit ausgefragt – nicht jedermanns Sache! Denn eines ist wahrscheinlich: Wer sich als schwer krank herausstellt, erhält keine Garantie einer Sterbegeldversicherung.

Gibt es Alternativen zur Sterbegeldversicherung?

Natürlich kann man immer das Geld einfach sparen.

Eine andere Alternative zur Sterbegeldversicherung ist eine Risikolebensversicherung. Diese ist für ältere Menschen allerdings auch deutlich teurer.

Eine weitere Möglichkeit: man wendet sich direkt an einen Bestatter und schließt unter Angaben der genauen Modalitäten einen Direktvertrag ab. Wie möchte ich beerdigt werden? Wie wird die Trauerfeier gestaltet? In welchem Rahmen?